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31. Mai

Dein AusbildungsWeg

KÖRPERARBEIT

It´s all about Embodied Self-Awareness.

Verkörperte Selbstwahrnehmung handelt von unserer Fähigkeit, Bewegungen, Gefühle und Emotionen im unmittelbaren Augenblick zu spüren. Bevor wir als Kind sprechen und verstehen lernen, lernen wir, uns auf das hinzubewegen, was uns gut tut, und uns von dem abzuwenden, was uns nicht gut tut. Das kontinuierliche Erlernen diese Körpergefühle ist unerlässlich, um uns erfolgreich ohne Verletzung und Stress in der physischen und sozialen Welt zu bewegen. Dieser Lernprozess bedarf einer lebenslangen Kultivierung und Weiterentwicklung.

Noch einfacher ausgedrückt ist es die Fähigkeit, uns selbst Aufmerksamkeit zu schenken. Manchmal jedoch müssen wir uns von dieser Aufmersamkeit auf unseren Körper entkoppeln, um auf Gefahren und Herausforderungen der Umwelt zu reagieren. Unser Nervensystem tut das auf sehr effiziente Weise. Es lenkt Kraftreserven von der Selbstwahrnehmung und Selbstregeneration hin zu Erregung und schneller Reaktion. Allerdings bekommen wir Probleme, wenn wir zu lange in Alarmbereitschaft verharren. Wir beginnen, kostbare Stoffwechselquellen zu verlieren, wenn wir unseren Körper nie ruhen und sich erholen lassen, wenn sozusagen „niemand zu Hause“ ist, der sich kümmert. (aus: Alan Fogel, Selbstwahrnehmung und Embodiment in der Körperpsychotherapie) Es gibt vielfältige Methoden, die der Verbesserung einer beeinträchtigen verkörperten Selbstwahrnehmung dienen.
Die Rosen-Methode ist eine davon.

Die 7 wichtigsten Punkte auf einen Blick

  • Selbsterfahrung steht im Zentrum – die Ausbildung ist immer auch ein persönlicher Entwicklungsweg.
  • Mehrjähriger, zeitintensiver Prozess – erfordert Engagement, Geduld und Kontinuität.
  • Wahrnehmung statt Technik – im Fokus steht das Verfeinern der eigenen Sensibilität, nicht das Erlernen fixer Methoden.
  • Nicht-invasiver Ansatz – Begleitung geschieht durch Präsenz und achtsame Berührung, nicht durch Eingreifen.
  • Lernen in Gemeinschaft – Austausch, Feedback und Supervision sind wesentliche Bestandteile.
  • Integration von Körper, Gefühl und Sprache – Entwicklung von Berührungskompetenz und einfühlsamer verbaler Begleitung.
  • Berufliche und persönliche Perspektive – Abschluss ermöglicht eigenständige Praxis, gleichzeitig tiefgehende innere Entwicklung.

Die Ausbildungsanforderungen

Stufe 1

  • Einführungskurs, eintägig
  • 4 Intensivkurse
  • Einzelsitzungen – empfohlen
  • Praktika – empfohlen
  • Gespräch mit der Fakultätsleitung über den Fortgang der Ausbildung

Stufe 2

  • 3 Intensivkurse
  • Emotionale Anatomie
  • 10 Einzelsitzungen
  • 10 Supervisionen (8 Einzel-, 2 Gruppensupervisionen)
  • 6 Praktika
  • 6 eigene Sitzungen
  • Lektüre von 3 Büchern zur Rosen-Methode
  • Gespräch mit der Fakultätsleitung über den Fortgang der Ausbildung.

Stufe 3

  • 350 Klientensitzungen
  • 30 Einzelsitzungen
  • 30 Supervisionssitzungen
  • 8 Gruppensupervisionen
  • 8 fachliche Beratungen mit schriftlichen Zusammenfassungen zum Fortschritt und dem Prozess des Klienten
  • Evaluierung nach der Hälfte durch Selbsteinschätzung und durch Primäre Supervisorin
  • Schriftlicher Schlussbericht mit ausführlicher Selbstevaluierung

Welche Fähigkeiten erworben werden

Die Ausbildung in der Rosen-Methode Körperarbeit richtet sich daher an Menschen, die ein tiefes Interesse daran haben, den menschlichen Körper als Ausdruck innerer Prozesse zu verstehen und Andere achtsam in ihrem persönlichen Wachstum zu begleiten. Sie lädt dazu ein, die eigene Sensibilität zu vertiefen, Vertrauen in die Weisheit des Körpers zu entwickeln und eine Form von Begleitung zu erlernen, die auf Präsenz, Respekt und echtem Kontakt beruht.

Im Zentrum der Ausbildung steht das Verfeinern der eigenen Wahrnehmungsfähigkeit. Die Studierenden lernen, mit den Händen zuzuhören – Spannungen im Muskelgewebe und den Atemfluss differenziert wahrzunehmen und ihnen mit Respekt und Offenheit zu begegnen. Dabei geht es nicht darum, etwas zu verändern oder zu „behandeln“, sondern darum, einen Raum zu schaffen, in dem sich innere Prozesse entfalten können.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung einer achtsamen verbalen Begleitung. Die Studierenden lernen, das Wahrgenommene in Worte zu fassen, ohne zu interpretieren oder zu bewerten, und damit einen Dialog zu ermöglichen, der den inneren Prozess der Klienten unterstützt.

Ein wesentlicher Bestandteil der Ausbildung ist die kontinuierliche Selbsterfahrung. In eigenen Sitzungen erfahren die Teilnehmenden die Wirkung der Rosen-Methode am eigenen Körper. Dies unterstützt nicht nur das Verständnis der Methode, sondern fördert auch die Fähigkeit, sich selbst und anderen mit größerer Klarheit und Authentizität zu begegnen. Der Austausch mit Lehrenden und anderen Studierenden schafft ein unterstützendes Lernumfeld, in dem sich sowohl fachliche als auch persönliche Kompetenzen entwickeln können.

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